Montag, 13. April 2009

Übung 1: Soundcollage

Audiotechnik, Friedmann SoSe 09, OMB 02


Übung 1: Soundcollage

Thema: Unterseeboot

Verwendetes Programm: Magix Music Maker 2007


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Konzept und beabsichtigter dramaturgischer Verlauf:

Zu hören ist die sich verändernde Geräuschkulisse im Maschinenraum eines Unterseebootes während des Angriffs eines feindlichen Schiffes, aus der Perspektive eines Besatzungsmitgliedes.

Die Idee dazu kam mir, als ich das Geräusch einer knarzenden Holztüre mit einem Hall-Effekt versah. Das Ergebnis erinnerte mich an die Geräusche, welche die Hüllen in den U-Bootfilmen von sich geben, wenn diese auf Grund des außen herrschenden Wasserdrucks nachgeben.

Zu Beginn hört man lediglich das Summen des Antriebes/des Generators sowie das Knarren und Ächzen des im Maschinenraum befindlichen Inventars. Ab und zu erklingt das Signal des Sonars, dessen zeitliche Abstände immer kürzer werden.

Dann sind Geräusche an der Außenhaut des U-Bootes zu vernehmen. Große, massive Gegenstände (Wasserbomben) prallen von außen gegen das U-Boot. Einige von ihnen detonieren in der Nähe des Bootes, aber noch bleibt es unbeschädigt. Der Ping des Sonars wird immer schneller, bis er schließlich zu einem einzigen Ton wird. Plötzlich gibt es einen lauten Knall, der Feueralarm ertönt, die metallene Außenhülle ächzt und knarrt unter der Belastung , Wasser bricht ein – das U-Boot wurde getroffen. Kurz darauf schließt sich eine Luke die verhindert, dass das eintretende Wasser in den Maschinenraum gelangt. Die meisten Geräusche werden nun nur noch gedämpft wahrgenommen. Wasser tropft aus undichten Stellen von der Decke. Nach wie vor detonieren Wasserbomben in der Nähe des Bootes und noch immer hört man den zunehmenden Druck, der auf der instabilen Außenhülle lastet. Nieten schießen aus den Wänden, die Hülle hält dem Wasserdruck nicht mehr lange stand. Das Besatzungsmitglied gerät in Panik. Sein Puls rast, man hört seinen Herzschlag lauter und lauter werden, während die Umgebungsgeräusche leiser werden und schließlich verstummen. Letztendlich verstummt auch der Herzschlag.


Making of:

Das interessante bei dieser Komposition ist, das (bis auf den Sonarping) kein einziger der verwendeten Sounds etwas mit dem Thema „U-Boot“ zu tun hat. Die verwendeten Sounds wurden so bearbeitet, dass sie zu der von mir gewählten Thematik passen. Bei den Explosionen wurden z.B. die Mitten und Höhen reduziert bzw. komplett rausgenommen um Unterwasserdetonationen, außerhalb der Hülle zu simulieren. Die knarzenden Hüllengeräusche sind in Wirklichkeit Geräusche von alten Holz- und Metalltüren, die geöffnet werden. Diese habe ich nachträglich tiefer gepitcht und mit einem Hall-effekt versehen um den gewünschten Effekt zu erhalten. Um einen räumlichen Eindruck zu erzeugen, habe ich bei den Explosionen und Hüllengeräuschen abwechselnd den linken und rechten Kanal deaktiviert.


Bild 1: Hier sieht man, wie der Generatorsound mehrmals dupliziert, über- bzw hintereinandergelegt und am Anfang und am Ende jeweils ein- und ausgefadet wird.


Bild 2: Anschließend habe ich den Sonarping-sound mehrmals dupliziert und in immer kleiner werdenen Abständen hintereinander platziert.


Bild 3: Anschließend wurden weitere Sounds, wie Explosionen, eintretendes Wasser, Metallgeräusche etc. eingefügt und bearbeitet.


Bild 4: Letztendlich habe ich die Spuren als wav-datei exportiert, ein neues Projekt angelegt, die wav-datei reingeladen, normalisiert und anschließend noch einmal exportiert. Da man bei diesem Blog keine reinen Audiofiles hochladen kann, habe ich die Audiodatei in Adobe Premiere Pro importiert und im .mov-Format exportiert.


Quellenangaben:

Der Sonarping so wie die Türgeräusche (Hüllen-sounds) stammen von der website www.findsounds.com“. Alle weiteren Sounds (Explosionen, Wassergeräusche, etc. ) stammen aus den Computerspielen „Dark Messiah“, und „F.E.A.R.“. Beide Computerspiele haben mit der Thematik „Unterseeboot“ nichts zu tun.